Archive for Mobilfunk

Die Kaufentscheidung: Android oder Apple.

Vor ein paar Tagen habe ich hier im Blog gefragt, welches Smartphone-System ihr eher befürwortet: Android oder Apple, bzw. welches Endgerät: HTC Hero oder Apple iPhone? Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten und Tipps hier im Blog und per Twitter. Meine Entscheidung ist durch euch und eurer Hinweise stark beeinflusst worden und meine Wahl ist auf das HTC Hero mit Android Betriebssystem gefallen.

Vor zwei Tagen ist das gute Stück ins Haus geflattert und hat mich von Anfang an stark begeistert. Warum ich mich als eigentlicher Apple Fanboy (iMac und Macbook gehören selbstverständlich zu meinem Haushalt) für das Android System entschieden habe, will ich euch nun doch nicht vorenthalten.

Preis

Das HTC Hero liegt mit seinen 400 Euro Anschaffungspreis weit unter dem eines vergleichbaren iPhone 3Gs. Mit dem etwas älteren iPhone 3G ist das Hero in keiner Weise vergleichbar und diesem weit überlegen. Einen völlig überteuerten T-Mobile Vertrag wollte ich mir und meinem Konto nicht zumuten. Finanziell holt sich das Hero also einige Pluspunkte. Ein 3Gs wäre fast doppelt so teuer gewesen. Hier der Amazon Vergleich, bei dem man ruhig auch mal auf die Kundenrezensionen achten sollte.

Offenes System

Ein Smartphone zu erwerben, welches vom Hersteller sowohl Hardwareseitig, als auch in Bezug auf die Applikationen extrem kontrolliert wird, liegt absolut nicht in meinem Interesse. Das offene System des Android mit seiner Vielzahl von Entwicklern entspricht meiner Vorstellung von aktiver Unterstützung des Fortschritts. In meinen Augen kann nur ein System, welches neuen Entwicklungen gegenüber aufgeschlossen ist, in den Highend Bereich aufsteigen. Zudem macht mir das Arbeiten mit einem solchen System wesentlich mehr Spaß. Sehr radikal fand ich so z.B. den damaligen Schritt Apples die Google Voice Applikation im Appstore abzulehnen. Hier wird einfach sehr stark auf das gute Verhältnis zwischen Hersteller und Mobilfunkanbieter geachtet, in dessen Interesse eine Ablehnung einer solchen Applikation liegt.

Individualisierung

Zugegeben, Apple hat eine beeindruckende Leistung in Bezug auf das User Interface Design des iPhone hingelegt. Leider ist dieses aber kaum individualisierbar. So wie Apple mir das iPhone auf die Theke legt, muss ich es auch benutzen. Beim HTC Hero sieht das völlig anders aus. Ich habe insgesamt 7 Startbildschirme, die ich nach eigenem Gusto mit Widgets aller Art bestücken kann. So entsteht ein Smartphone, welches komplett auf meine Arbeit und meine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Was will ich mehr?

Akku

Ist der Akku einmal hin, so kaufe ich einen neuen, öffne die Klappe des HTC Hero und setze den Akku ein. Beim iPhone wäre dieser Vorgang wesentlich komplizierter und kaum selbst durchzuführen.

Synchronisierung

Ein großes Argument gegen das HTC Hero war die fehlende Sync-Möglichkeit mit meinen Macs. Natürlich möchte ich, dass Kontakte und Kalender sich mit allen meinen Geräten synchronisieren. Dieses Argument hat sich allerdings als Seifenblase entpuppt. Mittels WebDAV ist es durchaus sehr komfortabel iCal und das Mac Adressbuch mit einem Android Handy zu synchronisieren. Einmal eingerichtet läuft der Sync über ein Google Konto absolut zuverlässig und extrem fix. Bin ich zufrieden mit.

Optik

Die Hardware des HTC Hero gefällt mir sehr gut. Das Gerät liegt gut in der Hand und sieht (ich habe das Hero in weiß) sehr schmuck aus. Natürlich ist es kein iPhone und soll es auch gar nicht sein. HTC hat die Benutzeroberfläche seines Android Handys ein wenig aufgebohrt und mit einem GUI namens “Sense” wesentlich verbessert und verschönert. Das Hero muss sich in keiner Weise hinter der Optik eines iPhone verstecken.

Bock auf Retro? Windows 95 auf dem iPhone.

Jetzt fragt mich bitte nicht, wofür das letztendlich gut sein soll, aber pfiffige Menschen haben Windows 95 auf das iPhone gebracht. Bin aber immer wieder komisch berührt so eine Zeitreise zu sehen. Bei 3 GB war damals meine “riesige” Festplatte voll bis obenhin.

Google Voice App verschwindet aus dem Apple AppStore

Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Angeblich dupliziert die Google Voice Applikation GV Mobile einige Features des iPhones (z.B. die SMS Funktion) auf unnötige Art und Weise und wird deshalb des AppStore Landes verwiesen. Interessanterweise wurde diese Applikation von Phil Schiller (Head of Marketing bei Apple) persönlich für den AppStore zugelassen. Googles eigene Google Voice Applikation wurde von vornherein schon abgelehnt.

So wie es aussieht, versuchen Apple und der US Provider AT&T mit aller Macht alternative Kommunikationsmittel vom iPhone fernzuhalten, ohne dabei Rücksicht auf die Belange und Wünsche der Käufer zu nehmen, die für einen sehr hohen Betrag ein Smartphone erworben haben, was laut Werbung so ziemlich alles kann. Schaue ich mir Apples AppStore Politik der letzten Monate an, so taucht doch die ein oder andere Regenwolke über der wunderbaren Apple Welt auf.

googlevoice

Office für iPhone und iPod Touch

Momentan läuft ja bekanntlich die Web 2.0 Expo in San Francisco und damit eine der weltweit bedeutensten Veranstaltungen der Internet- und Tech-Branche. Ein optimaler Event um die ein oder andere technische Neuerung durchsickern zu lassen. So auch geschehen bei einer Rede von Stephen Elop, Präsident der Microsoft Business Division, bei der ein TechCrunch Redakteur anwesend war.

Elop vermerkte, dass Microsoft Office schon bald seinen Weg auf das Apple iPhone schaffen könnte. Bei genauerer Nachfrage des Interviewers Tim O´Reilly gab es dann aber einen kleinen Rückzieher und Elop sagte, dass man nicht unbedingt JETZT mit einem Office Paket rechnen dürfe, aber immerhin danach Ausschau halten solle. Ein Augenzwinkern in die richtige Richtung also.

Office für iPhone und iPod Touch würde den Funktionsumfang des Gerätes wesentlich erweitern und endlich eine komfortable Möglichkeit zum Editieren von Word Dokumenten und Excel Sheets bringen. Ein Feature, auf das gerade Poweruser schon lange warten.

Wer schon vorher in den Genuss dieser Möglichkeiten kommen möchte, muss sich nur noch ein paar Tage gedulden. Dann erscheint QuickOffice im Apple AppStore und bringt die volle Funktionalität eines mobilen Offices Paketes auf iPhone und Co. Teil der Office Suite sind die 3 Applikationen Quickword (Bearbeiten und Erstellen von Word Dateien), Quicksheet (Bearbeiten und Erstellen von Excel Sheets) und Quickoffice Files (Dateitransfer zwischen Computer und iPhone/iPod Touch). Eine Möglichkeit Powerpoint Präsentationen zu bearbeiten ist allerdings nicht enthalten.

quickoffice

Barcoo: Produktinformationen per Barcode und Handy

Ist ja sonst nicht meine Art Dienste zu präsentieren, die bereits in den RTL Nachrichten gefeatured wurden, aber bei Barcoo mache ich gerne eine Ausnahme.

Bei Barcoo handelt es sich um einen in meinen Augen sehr innovativen Service, der auf eine Verbindung zwischen dem auf Produkten angebrachten Barcode und einem Kamerahandy setzt. Das Prinzip ist denkbar einfach: der User lädt sich das entsprechende Barcoo Scanprogramm auf sein Handy (erhältlich hier), geht shoppen und scannt unterwegs den Barcode eines beliebigen Produktes. Nach erfolgreichem Scan verbindet sich das Handy per Internetverbindung mit der Barcoo Datenbank und ruft die verfügbaren Informationen zum Produkt auf. Das können Vergleichspreise, Kundenbewertungen und bei Lebensmitteln sogar die Lebensmittelampel sein.

barcoo

Prinzipiell bin ich eher skeptisch an Barcoo rangegangen, da der integrierte Barcode-Scanner meines Nokia E71 in fast allen Fällen bewiesen hat, dass er überhaupt nicht funktioniert. Umso überraschter war ich vom Barcoo Scanner, der innerhalb einer Sekunde so ziemlich jedes von mir getestete Produkt erfolgreich erkannt hat. Die Informationen werden dabei auf einer Seite dargestelt, die sinnvollerweise für die Displays eines Handys optimiert ist und sehr schnell lädt.

Zu beachten ist natürlich, dass Barcoo selbst zwar kostenlos ist, die Verbindung zum Internet allerdings den üblichen Kosten für Datenverbindungen des jeweiligen Providers entspricht. Mit meiner Datenflatrate ist Barcoo deshalb wesentlich sinnvoller, als für Menschen ohne entsprechenden Tarif.

Der Claim “scan dich glücklich” ist in meinen Augen zwar eher unglücklich gewählt, trotzdem gibt es für Barcoo aufgrund der hohen Erkennungsrate und der hohen Nützlichkeit des Dienstes im Alltag zwei weit nach oben gestreckte Daumen.

Pandora für Blackberry startet in den USA

Pandora ist iPhone Usern bereits hinlänglich bekannt. Die iPhone Applikation bringt Internet Radio der etwas anderen Art auf das Apple Handy, indem der User einen favorisierten Song oder Künstler eingibt und Pandora Songs suchen lässt, die diesem sehr ähnlich sind und die dem Nutzer ebenfalls gefallen könnten. Dies geschieht mittels “Music Genome” wie der Hersteller der Software das System nennt.

blackberry_now_playing

Pandora war auf dem iPhone so erfolgreich, dass das Music Genome Project Ende des vergangenen Jahres beschlossen hat die Applikation auf andere mobile Endgeräte zu protieren. Als erster Kandidat waren Smartphones unter Windows Mobile an der Reihe.

Jetzt hat das Music Genome Project nachgelegt und zollt der Vielzahl der Blackberry Nutzer ein wenig Aufmerksamkeit. Ohne großen Trubel ist dementsprechend heute Pandora für Blackberry gestartet und unterstützt die Modelle Curve, Bold und Pearl.

Wer sich jetzt aber schon freut, muss seine Ambitionen allerdings noch ein wenig zurückstecken. Pandora für Blackberry wird momentan ausschließlich über die amerikanischen Provider Sprint, AT&T und Verizon verfügbar sein. Alle anderen Blackberry Besitzer, inklusive der deutschen Fraktion, müssen sich noch ein wenig gedulden.

Wer bezüglich der Verfügbarkeit auf dem neuesten Stand bleiben möchte, sollte sich von Zeit zu Zeit auf der Website des Music Genome Project umsehen. Dort werden alle neuen Provider umgehend gelistet.

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Alle iPhone User wechseln zu Palm

Eine ganz lustige Überschrift, die diesmal nicht uns, sondern den Palm Investoren Roger McNamee zitiert. Der gute Mann hatte anscheinend einen Clown gefrühstückt, als er gestern in San Francisco interviewed wurde.

McNamee erwähnte den bald anstehenden zweiten Geburtstag der iPhone Auslieferung am 29. Juni 2009 und sagte, dass “keiner der iPhone User einen Monat nach dem Jahrestag das iPhone noch nutzen werde”. Stattdessen werden laut McNamee alle iPhone User noch in diesem Sommer auf das bald erscheinende Palm Pre Smartphone umsteigen.

Selbstverständlich hat der Herr auch einen Grund für seine These. McNamee hat sich an zwei Händen ausgerechnet, dass die damaligen iPhone Käufer das Apple Handy gekauft haben um das coolste Produkt auf dem Markt zu erwerben. Im Juni 2009 werden ihre 24 Monats-Verträge auslaufen und dementsprechend werden sich alle ehemaligen iPhoner nach dem wiederum coolsten Smartphone auf dem Markt umschauen. Roger McNamee ist fest davon überzeugt, dass die Wahl diesmal auf das Palm Pre Smartphone fallen wird.

Es ist schwer zu sagen, warum man sich öffentlich zu einer so unrealistischen Einschätzung des Marktes hinreißen lässt. Gerade ein erfahrener Investor wie Roger McNamee, der  Mitbegründer von Elevation Partners ist, einem Unternehmen das soeben 100 Millionen $ in den Hersteller Palm gesteckt hat, sollte wissen was er sagt. Die Erfolgschancen des Palm Pre stehen realtiv gut, werden aber den Mitbewerber iPhone kaum vom Markt schieben können. Gerade die nahtlose Integration in die beliebten Apple Betriebssysteme und ein AppStore mit einer Fülle von nützlichen Applikationen werden das zu verhindern wissen.

Allerdings gehört auch Klappern zum Handwerk und gerade derartige Aussagen bringen das Produkt um das es letztendlich geht immer wieder vor dem eigentlichen Launch in die Medien.

iPhone – da bleibt die Wahrheit gerne auf der Strecke

Das Apple iPhone floppt in Japan.

Das ist eine Meldung, die man in den vergangenen Tagen in einer ganzen Reihe von Blogs weltweit lesen konnte. Ausgegangen vom amerikanischen Magazin wired.com hat die Blogosphäre diese Nachricht fleißig verbreitet und damit dafür gesorgt, dass großer Unsinn durch die Weltgeschichte geblasen wird. Selbst die Kollegen von TechCrunch haben sich zu einem entsprechenden Bericht hinreißen lassen.

Wired.com hat sich bei der Recherche auf den japanischen Experten und Journalisten Nobi Hayashi gestützt, die Aussage des Herrn aber nicht richtig wiedergegeben. Jedenfalls hat Hayashi dazu jetzt Stellung bezogen und klargestellt, dass seine Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen und größtenteils veraltet waren.

Da haben wir jetzt im Grunde die Kehrseite der freien und schnellen Jedermann-Informationsverbreitung wieder einmal gesehen. Während die fixe Informationsverbreitung im Netz ein hohes Gut ist, bei dem jeder sein eigener Informationskanal sein kann, ist sie auch gleichzeitig eine ständig sprudelnde Quelle für Unsinnsmeldungen jeglicher Art.

Grund genug, auch für uns, sich immer wieder an das kritische Hinterfragen von potenziellen Meldungen zu erinnern. So einfach das Übersetzen der Nachrichten großer amerikanischer Blogs auch ist, so schnell kommt man auch in die Situation seine Leser mit falschen Informationen zu versorgen.

Nokia denkt über Einstieg in Notebook Markt nach

Die Grüchte über einen möglichen Einstieg Nokias[wikiSCR]Nokia[/wikiSCR] in das PC Geschäft laufen branchenintern schon eine ganze Weile, bestätigt werden konnte davon bisher aber nichts. Jetzt hat Nokias CEO Olli-Pekka Kallasvuo in einem Interview mit dem finnischen Fernsehsender YLE am Mittwoch offiziell bestätigt, dass Nokia mit den Möglichkeiten eines Einstieges in den Notebook Markt liebäugelt.

Kallasvuo sieht das Potenzial einer Verschmelzung von Handy und PC in den kommenden Jahren für sehr wahrscheinlich und baut auf die wachsende Anzahl von Nutzern mobiler Internetzugänge und dementsprechender Endgeräte.

Die Attraktivität der jeweils anderen Märkte scheint für beide Seiten, PC Hersteller und Handy Hersteller, mehr als deutlich. Erst in der vergangenen Woche hat der drittgrößte PC Hersteller Acer auf dem Mobile World Congress in Barcelona gleich 8 neue Spmartphones vorgestellt und folgt damit Unternehmen wie Hewlett-Packard und Lenovo.

Gerade der momentane Netbook-Boom dürfte den Druck auf Nokia erhöhen auch in andere Sparten zu schauen. Die Verschmelzung mobiler Endgeräte zu einem All-in-One Device liegt auf den Schreibtischen der Entwickler und birgt gerade für Unternehmen wie Nokia eine interessante Mischung aus einem Zugriff auf ein neues Marktsegment gepaart mit den wichtigen Erfahrungswerten aus den traditionellen Segmenten.

LG G910 Handy im Uhrenformat

LG bringt mit dem G910 noch dieses Jahr ein Handy im Uhrenformat auf den europäischen Markt. Zunächst wird die Handyuhr über den Mobilfunkanbieter Orange eingeführt.

Das LG G910 wird in Verbindung mit einem Bluetooth Headset ausgeliefert und besitzt ein 1,43 Zoll Toucscreen-Display mit einer 128×160 Auflösung. Natürlich wird man auf einige Funktionen verzichten müssen, kann aber durchaus auf gängige Features anderer Mobiltelefone zurückgreifen. Neben den normalen Telefoniefunktionen, können SMS gesendet und empfangen werden und selbst Videotelefonate sind mittels der integrierten VGA-Kamera möglich. Telefonate können selbstverständlich auch ohne Headset geführt werden, da LG dem G910 ein Mikrofon und Lautsprecher spendiert hat.

Selbst auf multimediale Inhalte muss man nicht verzichten. Das LG G910 besitzt 2GB integrierten Speicher. Platz genug für den ein oder anderen netten Song für unterwegs.

Das LG G910 scheint eine wunderbare Handyalternative für alle zu sein, denen der Micky Mouse Agentenausweis zu langweilig geworden ist. Für mich alten YPS Fan jetzt aber schon ein Gadget-Highlight in diesem Jahr.

Wie teuer der Spaß wird ist übrigens noch genauso unklar, wie der genaue Erscheinungstermin des LG G910 in Deutschland. Wir halten euch auf dem Laufenden.

lgg910

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