10 Regeln: Social Media für regionale Unternehmen
Dezember 21st, 2009 • Featured, News, Web
Social Media Marketing ist eine mehr oder weniger nationale oder internationale Geschichte. Aber auch für den Autohändler um die Ecke oder das Möbelhaus hinter dem nächsten Hügel kann sich Social Media Marketing durchaus lohnen. Dabei gelten 10 goldene Regeln, die den Erfolg der Kampagne nicht garantieren, aber definitv für neue Kunden sorgen:
Regel 1: Bei der Accounterstellung wie große Unternehmen agieren
Für regional operierende Unternehmen ist es genauso wichtig wie für große Firmen möglichst überall dabei zu sein, wo der Kunde sich sozial vernetzt. Die Kosten für die Accounts bei Facebook, Twitter und Co. liegen ja bekanntlich auf dem Nullpunkt, fällt nur die Contentversorgung an. Aber wer hat gesagt, dass Neukundenakquise einfach ist?
Regel 2: Klasse statt Masse
Natürlich ist es eine feine Sache möglichst viele Twitter Follower oder Facebook Fans zu haben nur bringen dem Autohaus Mustermann aus Meerbusch Follower aus Ohio herzlich wenig. Versuche Menschen in deiner Umgebung zu finden, die auf den Plattformen unterwegs sind, kontaktiere diese Menschen und kommuniziere mit ihnen. Facebook bietet eine wunderbare Suchfunktion, die dir die regionale Filterung ermöglicht und auch Twitter kann über entsprechende Tools aufgebohrt werden. Für Twitter sei dir hier www.refollow.com ans Herz gelegt.
Regel 3: Regional posten
Wenn du regional operierst, dann poste auch regional. Allgemeine Informationen sind schön, regionale Informationen interessieren deine Zielgruppe aber wesentlich mehr. Kommst du aus Eschweiler, dann schreibe wie schön der Weihnachtsmarkt in Eschweiler dieses Jahr war. Kommst du aus Bochum, dann schreibe wie interessant die neue Premiere im Schauspielhaus gewesen ist. Damit kommen wir auch direkt zur nächsten Regel…
Regel 4: Verzichte auf “nur Unternehmensinformationen”
Viele große Unternehmen sollten diese Regel genauso beachten, wie die kleinen und mittelständischen. Ein häufiger Fehler liegt darin, dass bei Social Media Kampagnen fast ausschließlich Unternehmensinformationen gepostet werden. Das Resultat ist in der Regel eine nicht funktionierende Kommunikation zwischen User und Unternehmen. Frage dich bei deinen Posts immer, ob ein User eventuell etwas darauf antworten kann. Kann der User auf deinen Post reagieren und kommt so eine Kommunikation auf? Du wirst als Gersprächspartner nur per Dialog, nicht per Monolog ernst genommen.
Regel 5: Nur die besten Angebote
Es macht keinen Sinn, wenn du neben oben genannter Kommunikation deine komplette Angebotspalette postest. Suche dir deine besten Angebote raus und versuche diese regelmäßig, aber nicht zu häufig zu pushen. Zu viele Angebote machen deine Kommunikation absolut uninteressant.
Regel 6: Regionale Gruppen
Schaue bei den diversen Plattform ausgiebig nach bereits existierenden regionalen Gruppen. Gibt es bei Facebook schon eine Gruppe deiner Heimatstadt? Findest du bei StudiVZ schon eine Gruppe deiner Region? Wenn ja, dann werde umgehend Mitglied und beteilige dich intensiv an der Kommunikation. Wenn nein, dann ist das ein Glücksfall. Du kannst eine eigene Gruppe gründen und diese entsprechend moderieren. Wo wir gerade bei moderieren sind: achte auch hier auf eine moderate Präsentation deines Unternehmens. Weniger ist hier oft mehr.
Regel 7: Regionale Plattformen
Es gibt bereits eine ganze Reihe von regionalen Plattformen und Katalogen im Netz. Diese gilt es zu finden und hier zu partizipieren. Die gute alte Tante Google bietet dir hier eine große Unterstützung auf deiner Suche. Suchanfragen wie “Community Musterstadt”, “Webkatalog Musterstadt” oder “Branchen Musterstadt” bieten dir einige gute Ergebnisse. Aber auch die jeweilige IHK bietet zumeist eine Plattform, in welche man sich eintragen kann. Für das Ruhrgebiet sei dir hier übrigens das Branchenportal Ruhr2.de empfohlen, in welchem du dein Unternehmen mit einer komplett eigenen Seite darstellen und empfehlen kannst.
Regel 8: Schreibe Keyword optimiert
Wenn du Dachdecker aus Witten bist, dann hast du mit dieser Bezeichnung schon eine relevante Keyword-Kombination für dich gefunden. “Dachdecker Witten” wird wahrscheinlich in dieser Region häufig von Menschen auf der Suche nach einer neuen Bedachung genutzt. Solltest du also bloggen, so ist eine recht häufige Verwendung dieser Kombination schon fast Pflicht. Blogs und Profile sollten immer SEO technisch auf solche Kernkombinationen optimiert werden.
Regel 9: Zeige deine Erfolge
Der Teufel scheißt immer auf den dicksten Haufen. Lass die Menschen in den Netzwerken an deinen Erfolgsgeschichten teilhaben. Wenn du einen großen Auftrag mit Firma XYZ abgewickelt hast, dann gehört diese Information sicherlich in deinen Blog. Hat dein Bauunternehmen ein besonderes Objekt fertiggestellt, dann zeige es deinen Lesern. Wichtig ist nur, dass du diese Art von Referenzwerbung mit deinen Kunden absprichst und ihr Einverständnis einholst.
Regel 10: Nicht aufgeben
Social Media Kampagnen gelangen nicht innerhalb von nur zwei Tagen zum Erfolg. Der Aufbau von Profilen mit einer interessanten Kontaktdichte dauert eine Weile und erfordert eine Menge Arbeit. Arbeit, die sich nur lohnt, wenn du nicht vorzeitig aufgibst. Große Unternehmen haben entweder eine Agentur für die Kampagnen oder erledigen das inhouse mit eigenen Mitarbeitern. Diese können sich die Arbeit aufteilen. Bei dir sieht das anders aus. Du bist in der Pflicht regelmäßig für neue Inhalte zu sorgen und immer wieder am Erfolg deiner Kampagne zu arbeiten. Lass dich nicht von ersten Fehlschlägen entmutigen, sondern behalte dein Ziel im Auge. Ein vorzeitiges Abbrechen der Arbeiten aus Lustlosigkeit und fehlender Motivation entspricht ganz klar in den Sand gesetzter Arbeit und Zeit. Ich wünsche dir viel Glück und drücke dir die Daumen.
19 Responses (Add Your Comment)
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cyperfection Dezember 22, 2009at 09:22
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